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Leitfaden Physiotherapie

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Beschreibung

Alles Wichtige rund um den physiotherapeutischen Alltag inkl. der wichtigsten Konzepte sowie Befunderhebung und Behandlung von Störungsbildern aus allen klinischen Bereichen.
Der Leitfaden Physiotherapie macht es Ihnen leicht.
- Mit Grundlagen wie Befunderhebung, patientenorientierte Therapie, Umgang mit Schmerz und besonderen Patientengruppen.
- Mit den gängigen physiotherapeutischen Konzepten – von Affolter bis Vojta
- Befund und Behandlung von Krankheits- und Störungsbildern aus allen klinischen Bereichen – umfassend und an der Praxis orientiert
Therapieziele mit konsequenter Orientierung an der Internationalen Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der WHO
Neu in der 7. Auflage:
- Neue Themenfelder, u.a. Prävention und Gesundheitsförderung sowie physiotherapeutische Forschung
- Integration aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, evidenzbasierter Therapieansätze und Leitlinien
- Berücksichtigung von Red und Yellow Flags, die klinische Risiko- und psychosoziale Einflussfaktoren kennzeichnen
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Rezension „Leitfaden Physiotherapie“ von Kristina Jago

 

Während meines Physiotherapiestudiums gab es nur wenige Bücher, die alle Kommilitonen schon in der zweiten Semesterwoche auf dem Tisch liegen hatten. Der „Leitfaden Physiotherapie“, damals in der 4. Auflage, war eines davon. Jetzt, acht Jahre später, halte ich die 7. Auflage in den Händen und bin gespannt, was sich verändert hat.

Was ich von dem handlichen Buch erwarte? Dass ich unter Zeitdruck innerhalb weniger Sekunden auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Informationen zu Erkrankungen, Therapieleitlinien, Red und Yellow Flags und wichtigen Assessments nachschlagen kann. Denn mit der Wertschätzung der Physiotherapeuten nimmt auch die Genauigkeit der Patientenfragen zu. Häufig fragen Patienten beispielsweise nach Operationstechniken – und diese Fragen kann ich mitunter nicht sofort beantworten, aber hoffentlich schnell nachschlagen.

Zunächst mal ist der Leitfaden dicker geworden und hat jetzt 917 Seiten. Beginnend mit den Grundlagen physiotherapeutischer Arbeit, die auch rechtliche Aspekte berücksichtigen, über physiotherapeutische Konzepte sowie Hilfsmittel, Verbände und Medikamente, werden alle wichtigen medizinischen Disziplinen in aufeinanderfolgenden Kapiteln aufgeführt. Neu sind die Handlungsfelder „Prävention und Gesundheitsförderung“ und Informationen über den Umgang mit Sterbenden.

Die damals noch als alleinstehendes Kapitel aufgeführte Medizinische Trainingstherapie (MTT) ist mittlerweile ein Bestandteil des Kapitels „Physiotherapeutische Konzepte“ geworden. Und auch die Mobilisation with Movements nach Mulligan findet nun Beachtung. Insgesamt wurde der Inhalt des Buches der Tatsache angepasst, dass effiziente Physiotherapie immer mehr auf aktiven anstelle von passiven Maßnahmen basiert.

Wo unter den Wirbelsäulentests seinerzeit Vor- und Rücklaufphänomen aufgeführt wurden, findet man jetzt Assessments wie den Fear Avoidance Beliefs Questionnaire, bei dem es um Schmerz-Vermeidungsverhalten und psychologische Risikofaktoren geht. Erwähnung finden das Vor- und Rücklaufphänomen im Zusammenhang mit einer SIG-Blockierung trotzdem noch – allerdings mit dem Hinweis, dass Provokationstests eine deutlich höhere Aussagekraft haben. Neu sind auch die vielen Literaturangaben am Ende jedes Kapitels, die eine tiefere Auseinandersetzung mit den einzelnen Themen ermöglichen.

Zu den einzelnen Krankheitsbildern findet man die funktionelle Anatomie, Ursachen, falls vorhanden, eine Schweregradeinteilung, Symptome, Begleitverletzungen und -symptome sowie die ärztliche Therapie. Klinische Hinweise bieten einen hilfreichen Praxisbezug. Unter dem Unterpunkt „Physiotherapie“ werden Behandlungsmöglichkeiten mit dazugehöriger Prognose aufgeführt. Die physiotherapeutische Anamnese sowie die ärztliche Diagnostik dürfen hier natürlich nicht fehlen.

Die wichtigste Frage ist nun natürlich: Lohnt es sich auch, die neue Auflage zu kaufen, wenn Sie bereits ein älteres Exemplar daheim haben? Ich finde schon. Denn erstmals wird beispielsweise auch das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos in die Überlegungen miteinbezogen.

Fazit: Wer sich schnelle und übersichtliche Informationen aus dem „Leitfaden Physiotherapie“ holt und sich aktuelle Studien zu den jeweiligen Themen danebenlegt, Praxis und Theorie überlegt kombiniert, wird seine Patienten umfassend und effizient beraten können.

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