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Diagnostik und Therapie bei Bandscheibenschäden

Neurologie und Physiotherapie / physiofachbuch

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Print-Ausgabe

4. Aufl. 2017


Die Behandlung von Patienten mit Wirbelsäulensyndromen gehört so
sehr zum Alltag von Physiotherapeuten wie das Schreiben zum Autor.
Schmerzen, die von der Wirbelsäule ausgehen, stellen eine große
Herausforderung für Therapeuten dar. Sorgfältige, über die Beurteilung
von Strukturen und Funktionen hinausgehende Untersuchungen im
Sinne des Clinical Reasonings und eine evidenzbasierte Therapie sind
Qualitätsmerkmale moderner Physiotherapie.

In ihrem Fachbuch stellen die Autoren ihre klinische und wissenschaftliche Arbeit zur spezifischen Problematik der Bandscheibenschädigungen vor.

Diagnostik und Therapie bei Bandscheibenschäden

 

Das Buch "Diagnostik und Therapie bei Bandscheibenschäden" – Neurologie und Physiotherapie in der 4. Auflage – wurde von zwei hochgradigen Autoren geschrieben. Doris Brötz ist Physiotherapeutin seit 1982 und leitet die Physiotherapeutische Abteilung der Schmerzambulanz des Universitätsklinikums Tübingen. Mitautor dieses Buches ist Prof. Dr. Michael Weller – der leitende Oberarzt an der neurologischen Klinik in Tübingen. Mit wissenschaftlichem und klinischem Schwerpunkt betreut er oberärztlich neben der Neuro-Onkologie die Schmerzambulanz der neurologischen Klinik. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Physiotherapie mit der Leitung durch Doris Brötz hat er den Schwerpunkt der konservativen physiotherapeutischen Behandlung von Bandscheibenleiden in Tübingen etabliert und dort mehrere klinische Studien zu dieser Thematik geleitet.

Zu Beginn im ersten Kapitel werden Allgemeine Grundlagen behandelt – wie z.B. die Anatomie von Wirbelsäule und Nervensystem, die Pathophysiologie des Bandscheibenschadens, das Thema Schmerz, die objektiven und subjektiven Gesichtspunkte, die dazugehörigen Fragebögen bis zur Epidemiologie und zu den Risikofaktoren.

 

Im Buch werden weiter die wichtigen Themen Diagnostik und Anamneseerhebung behandelt – im Kapitel drei die „Ärztliche Diagnostik und Therapie bei Bandscheibenvorfällen“ und im Kapitel vier die „Physiotherapeutische Diagnostik“. Die Anamneseerhebung stellt einen wichtigen Aspekt im Therapieverlauf dar. Es ist wichtig, dass Kontraindikationen erkannt werden. Grundbaustein jeder Therapie sollte der Befund nach den Richtlinien des ICF sein, bei der nach genauer Beobachtung der Beschwerden eine erste Hypothese gestellt wird, gefolgt von einer Diagnose und einem entsprechenden Übungsprogramm.

 

Im Kapitel fünf geht es um den „Therapieverlauf bei der Diagnose Bandscheibenschaden“ mit einer Bestandsaufnahme der verschiedenen Therapieangebote wie z.B. Massage, Balneotherapie u.a. und der entsprechenden Studienlage. Weiter mit dem allgemeinen Verlauf der Behandlung, den psychosozialen Aspekten, den funktionellen Aspekten mit den vier Stadien eines Bandscheibenleidens, dem zeitlichen Verlauf der Therapie und des Therapiefortschritts sowie den Dosierungsaspekten. Zu einer erfolgreichen Therapie gehören weiter die Befunderhebung und deren Dokumentation – hier mit einem einseitigen Befundbogen für die Dokumentation jeder Behandlungseinheit. Jede Therapieeinheit sollte dabei drei Aspekte beinhalten – Dokumentation der subjektiven und objektiven Befunde, Prüfen und Üben der Therapiebewegungen, die zur Schmerzlinderung führen sowie die Instruktion und Information des Patienten mit anschließendem „Hausaufgabenprogramm“. Ein weiterer Teil des fünften Kapitels gibt Tipps für alltägliches Verhalten – von geeigneten Liegepositionen bis zum Lesekeil. Wichtigstes Ziel der Therapie ist natürlich der Therapieerfolg – dieser wird durch die Festlegung von sechs Zielparametern nach fünf Tagen definiert. Am Ende des fünften Kapitels werden die Operationsindikationen sowie die postoperative Therapie behandelt.

Kapitel sechs, sieben und acht beschäftigen sich jeweils mit der Therapie der Wirbelsäulenabschnitte LWS, BWS und HWS. Von der Befunderhebung mit speziellem Befundbogen, den diagnostischen Tests, der Muskelfunktionsprüfung, den Nervendehnungstests bis zu den Test- und Therapiebewegungen der Wirbelsäule mit der entsprechenden Instruktion des Patienten.

 

Ein weiteres wichtiges Thema ist Kapitel neun „Rehabilitation und Prävention“ – ein Patient sollte zum Trainierenden werden und das entsprechende Übungsprogramm dafür erhalten. Hierfür gibt es die Top-3-Guten-Morgen-Übungen und es werden die 5-Top-Übungen – Jonglieren, Kniebeugen, Rotation der Wirbelsäule, Hüpfen, Pezziballübungen sowie Konditionstraining wie Laufen und Seilspringen genauer erklärt. Weiter gehört dazu die Erarbeitung einer lotrechten, aktiven Haltung.

 

Kapitel zehn beschreibt „Mit Bandscheibenschäden häufig kombiniert auftretende Erkrankungen“ und Kapitel elf „Psychosoziale Risikofaktoren“. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit ausgewählten Studien wie z.B. dem Straight Leg Raise Test, McKenzies Zentralisierung ausstrahlender Schmerzen u.a.

 

Die Tests und Übungen sind alle sehr anschaulich durch viele Abbildungen dargestellt. In jedem Kapitel finden sich für einen schnellen Überblick Boxen mit Hinweisen, Merksätzen, Zusammenfassungen und Instruktionen für den Patienten.


Als Physiotherapeutin im Bereich der Orthopädie kann ich das Buch empfehlen – es ist voller evidenzbasierter, klinisch orientierter Strategien zur physiotherapeutischen Diagnose und Therapie von Bandscheibenproblemen. Durch die vielen Info-Boxen und Abbildungen kann es auch als Nachschlagewerk genutzt werden.

 

Rezension von Christina aus Karlsruhe, 22.12.2017


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