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Zukunft der Rehabilitation in Deutschland

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1. Auflage, 1999


Das deutsche Gesundheitssystem sieht sich seit mehreren Jahren einem erheblichen Druck durch die politische Diskussion ausgesetzt. Die Rehabilitation hat dabei im Zuge gesundheitspolitischer Entscheidungen gewaltige strukturelle Veränderungen erfahren, ohne daß Aufgaben und Ziele für neue Strategien aufgezeigt, geschweige denn ausdiskutiert wurden.

Fehlentwicklungen der Vergangenheit wurden dabei zwar weitgehend ausgeräumt, aber ein tragendes, der Bedeutung der Rehabilitation gerecht werdendes Konzept wurde bisher nicht entwickelt.

Die Deutsche Akademie für Kurortwissenschaft und Rehabilitationsmedizin hat in diesem Spannungsfeld nach Bad Elster eingeladen, um die Zukunft der Rehabilitation in Deutschland mit Ärzten und den Leistungsträgern zu diskutieren. Die schon auf dem 100. Ärztetag in Eisenach aufgegriffene Diskussion um eine zielgerechte, an medizinischen Kriterien gemessenen Rehabilitation, wurde damit weitergeführt. Es gilt zukunftsweisende, auf dem Boden des längst eingetretenen Wandels, den wirtschaftlichen Notwendigkeiten gerecht werdende Konzepte zu entwickeln. Es geht um eine Stärkung und Verbesserung des gegliederten Systems der Rehabilitation.

Der kranke Patient steht im Mittelpunkt. Seine medizinische Rehabilitation ist ärztlicher Auftrag (Henke). Indikationsstellung und Durchführung der Rehabilitation müssen vom Arzt getragen werden. Die Zukunft in der Rehabilitation hat begonnen, wie Gehrke feststellt. Die politisch gewollten Änderungen in der Rehabilitation haben eine Unsicherheit in unserer Gesellschaft aufkommen lassen. Der unbestreitbare Stellenwert der Rehabilitation muß darum erneut in das rechte Licht gerückt werden. Die Qualität der Rehabilitation muß und wird der ständigen Weiterentwicklung angepaßt. An den Universitäten und bei der Weiterbildung der Ärzte wird die Rehabilitation stärker berücksichtigt werden müssen.

In mehreren Ländern werden Modelle erprobt, um durch gute Vorausplanung und Verzahnung von stationärer Behandlung und Rehabilitationsklinik eine frühzeitige, nahtlose und kontinuierliche Rehabilitation zu gewährleisten. An der Schnittstelle Krankenhaus – Rehabilitationsklinik stellen Conradi und Reißhauer die sogenannte Übergangsrehabilitation zur Diskussion. Verhees als Vertreter der AOK Sachsen geht davon aus, daß wir durchaus in der Lage sind, eigene Lösungen für unsere Bedingungen zu finden. In den Buchbeiträgen wird eine Standortbestimmung der Rehabilitation von Gelenkerkrankungen und kardiologischen Erkrankungen vorgenommen.

Das Symposium hat auf dem Boden der Gegenwart einen Blick in die Zukunft gerichtet. Die Aufgaben der Rehabilitation und deren Anforderungen werden weiter steigen. Eine enge Kooperation zwischen ambulant und stationär tätigen Ärzten und den Leistungsträgern ist erforderlich, um die bestmögliche Rehabilitation unserer Patienten zu erreichen.    
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