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Körperbild und soziale Unterstützung bei Patienten mit Ulcus cruris venosum

Beschreibung

Körperbildveränderungen bei Menschen mit chronischen Wunden erkennen, benennen und verbessern.



Drei bis vier Millionen Menschen sind in Deutschland von einer chronischen Wunde betroffen, rund 570 000 Menschen allein von einem Ulcus cruris venosum, einer chronischen Wunde venösen Ursprungs. Die Patienten leben häufig Monate, Jahre und sogar Jahrzehnte mit einer solchen Wunde. Durch die schlechte Stoffwechsellage kommt es häufig zu Infektionen, die Wunde ist eitrig, nässt und riecht. Die Patienten schämen sich ihrer Wunde, sie befürchten, dass der durchnässte Verband oder der Wundgeruch bemerkt wird. Sie haben Angst, dass ihre Umgebung sie deswegen meidet, und sie ziehen sich selbst von anderen zurück.



Die vorliegende Untersuchung zeigt anhand einer empirischen Befragung, dass das Leiden an der negativen Veränderungen ihres Körperbildes mit der sozialen Situation der Patienten zusammenhängt. Je besser sich die Patienten sozial eingebunden fühlen, desto besser stellt sich auch ihr Körperbild dar.



Die Ergebnisse dieser Arbeit verweisen darauf, dass beim Verbandswechsel auf ein gutes Schmerzmanagement, auf Geruchsminimierung und optisch dezente Verbandsmaterialien zu achten ist. Aber Pflege von Menschen mit chronischen Wunden ist mehr als reine Wundversorgung. Sie muss den vielfältigen und komplexen Einschränkungen des Alltags der Patienten gerecht werden. Hier kommt der sozialen Unterstützung durch Familie, Freunde oder professionelle Angebote eine Schlüsselrolle zu. Alternative Versorgungsformen wie die in Gemeindezentren angesiedelten «leg clubs» in Großbritannien zeigen Möglichkeiten auf, dies auch organisatorisch umzusetzen.