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Die Bedeutung von Schutzimpfungen im Kindesalter. Sind Masern, Mumps und Röteln 
 heute noch eine Gefahr für die Bevölkerung in Deutschland?

Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Kinder sind unsere Zukunft. Und diese Zukunft gilt es zu sichern. Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Gesundheit von Kindern ein, die allgemein im Vergleich zu Erwachsenen wegen ihres unausgereiften Immunsystems für gesundheitliche Risiken als anfälliger und gefährdeter gelten. Daraus ergibt sich für Kinder u. a. das ‘Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit’ (UN-Charta, 1992, S. 19). Weltweit sterben jedes Jahr ca. 10,6 Mio. Kinder vor dem Alter von 5 Jahren. Es erscheint erschreckend, dass jährlich 1,4 Mio. von ihnen an den Folgen einer Infektionskrankheit sterben müssen, obwohl das durch eine rechtzeitige Impfung hätte vermieden werden können. Bevor es zur Einführung von routinemäßigen Impfungen kam, waren Infektionskrankheiten die häufigste Todesursache bei Kindern. Darunter nimmt die impfpräventable Infektionskrankheit Masern mit 38% die häufigste Todesursache ein (WHO, 2010a, S. 1). Die Sicherstellung der Gesundheit unserer Kinder beginnt unter anderem in ihrer Prävention. In diesem Zusammenhang stellen Impfungen eine der effektivsten und kostengünstigsten primärpräventiven Gesundheitsmaßnahmen dar, um vor Infektionskrankheiten zu schützen. (Epid. Bulletin 30, 2010, S. 279) Sie können einen Schutz für den einzelnen Menschen vor bestimmten Infektionskrankheiten bilden. Wenn sich genügend Menschen impfen lassen, kann die Ausbreitung einer solchen Krankheit verhindert werden und im besten Fall einen Kollektivschutz der Bevölkerung bewirken (Herdenimmunität), was selbst Nichtimmunisierte schützt. (WHO, 2010a, S. 2) Die hoch ansteckenden Infektionskrankheiten Masern, Mumps und Röteln (MMR) werden auf Grund ihrer hohen Kontagiosität (Ansteckungsfähigkeit) mit ihrem Häufigkeitsgipfel im Kindesalter unter dem Begriff ‘Kinderkrankheiten’ geführt. Dabei gilt: je älter ein nicht immunisierter Mensch ist, der daran erkrankt, umso mehr steigen die Komplikationsraten und bei der konnatalen Rötelnerkrankung die Wahrscheinlichkeit von schweren Schäden des Embryos im Mutterleib. (Epid. Bulletin 26, 2003, S. 200) Auf Grund der zum Teil schweren Krankheitsverläufe, wie z. B. Enzephalitis durch Masern, Hodenentzündung und Meningitis durch Mumps sowie Enzephalitis bei Röteln und Embryopathie bei den konnatalen Röteln (Meyer & Reiter, 2004, S. 1182), wird der Impfung eine wichtige Rolle als präventive Maßnahme zur Bildung eines individuellen und kollektiven Schutz vor diesen Krankheiten beigemessen. 1984 wurde in Deutschland [...]