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Soziale und ethische Aspekte der Einführung des Diphtherieheilserums nach Behring und Ehrlich

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medizin - Geschichte, Note: 1,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Institut für Geschichte der Medizin), Veranstaltung: 'Pharmazeutische Industrie, Medizin und Infektionskrankheiten 1900 - 1960, 42 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die medizinische Wissenschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist geprägt von epochalen Entdeckungen und Entwicklungen, deren Ergebnisse noch heute deutlich spürbar sind. Insbesondere die Mikrobiologie - eine damals noch relativ junge Disziplin medizinischer Forschung - leistete zahlreiche entscheidende Beiträge für den am Ende niemals endgültig zu gewinnenden Kampf gegen die Infektionskrankheiten. Als Voraussetzung für eine Darstellung der sozialen und ethischen Aspekte der Einführung des Diphtherieheilserums, soll zunächst erarbeitet werden, was zu verschiedenen Zeiten unter 'Diphtherie' verstanden wurde. Hieraus ergeben sich wichtige Konsequenzen für die epidemiologische Statistik, auf deren Grundlage die Evaluation des Diphtherieheilserums zumeist basiert. Hiernach soll das Bedrohungspotential der Diphtherie und die hieraus resultierenden Folgen für die Preispolitik dargestellt werden. Die klinischen Versuche zur Einführung der Serumtherapie sollen unter ethischen Gesichtspunkten beleuchtet werden: Waren die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, die einen Einsatz der Serumtherapie am Menschen rechtfertigten? Auf die aktive Diphtherieschutzimpfung kann hier aus Platzgründen nicht eingegangen werden. Ebenfalls aus der Betrachtung ausgeklammert werden müssen Serumhersteller, die neben Hoechst einen nicht unerheblichen Anteil an der Produktion hatten (z.B. Schering). Abschließend wird ein Exkurs der Frage nachgehen, welchen Einfluss die Einführung der Tracheotomie und Intubation auf die Überlebenschance von diphtheriekranken Patienten vor der Etablierung der Serumtherapie hatte. Worin lag die Existenzberechtigung dieser Verfahren nach Einführung der Serumtherapie?