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Die chronische Wunde in der integrierten Versorgung

Die Implementierung innovativer Fortbildungskonzepte

Beschreibung

Essay aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Gesundheitswissenschaften, Note: '-', Hochschule Magdeburg-Stendal; Standort Magdeburg, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema chronische Wunden wird in den letzten Jahren verstärkt in der Fachöffentlichkeit diskutiert. Chronische Wunden durch Diabetes mellitus und Venenleiden ebenso wie Druckgeschwüre und schlecht heilende Operationsnarben bilden eine Herausforderung für die Integrierte Versorgung (IGV). Deren Versorgung ist geradezu prädestiniert für Integrierte Versorgungsformen, da es ein Beispiel der sektoren-übergreifenden Zusammenarbeit aller am Wund-Behandlungsprozess beteiligter Versorgungsbereiche darstellt. Unter Kostengesichtspunkten sind Patienten mit Wundheilungsstörungen jeglicher Art Problemfälle geworden. Aus diesem Grund muss ein gezieltes 'Wundmanagement', eingebettet in ein innovatives Fort- und Weiterbildungskonzept, in Verträgen zur Integrierten Versorgung implementiert werden. So kann sich z.B. ein Krankenhaus lange und damit teure Liegezeiten nach Einfüh-rung der DRG´s nicht mehr leisten. Die kurzen Liegezeiten können für Kliniken ohne qualifizierte ambulante Nachsorge, so z.B. durch komplikations- oder infektionsbe-dingte Wiederaufnahme, zu einem finanziellen Problem werden. Aber wie können im Rahmen der IV-Verträge zur Wundversorgung, die dort jeweils tätig werdenden Partner zu ausgewiesenen Wundspezialisten ausgebildet werden, damit sie im Lauf des individuellen Behandlungsprozesses als zentrale Ansprechpartner und Koordinatoren fungieren können? Denn egal ob im Krankenhaus oder im ambulanten Einsatz - moderne Wundversorgung bedeutet Vernetzung von Krankenkassen, Ärzten und Pflegeeinrichtungen. (Protz 2006) Chronische Wunden sind Defektwunden der Haut, die innerhalb von 8 Wochen, unabhängig von ihrer Genese, nicht abheilen. (Sedlarik 1993) Die Prävalenz chronischer Wunden in Europa, Amerika und Japan beträgt etwa 2,5% der Bevölkerung. Sie gliedert sich in 1,5% für das Ulcus cruris, 0,4% für das diabetische Fußulcus und 0,6% für den Dekubitus. 90% aller Patienten mit einem Ulcus cruris oder einem diabetischen Fußulcus sind älter als 50 Jahre. 90% aller Patienten mit einem Dekubitus sind älter als 65 Jahre. In Deutschland erfolgt die vertragsärztliche Behandlung chronischer Wunden zu 45% aller Behandlungsfälle durch Chirurgen, zu je 20% durch Hausärzte und Allgemeinmediziner und zu 15% durch Internisten. (Compliance Netzwerk Ärzte/HFI e.V. 2001) Die Datenlage zur Epidemiologie chronischer Wunden ist in Deutschland insgesamt sehr lückenhaft.