www.frohberg.de
Artikel-Detail

eBook

38,00 €
Wählen Sie bitte eine Prämie aus.
Sofort zum Download (Download: PDF)

Bereits im Bestand

Zur Bedeutung des Selbsthilfegedankens für die Rehabilitation Laryngektomierter

Am Beispiel zweier Vereinigungen in Dortmund

Beschreibung

Inhaltsangabe:Einleitung: Unter dem medizinischen Fachausdruck Laryngektomie (lat. larynx: Kehlkopf, griech. ektomie: herausschneiden) versteht man die vollständige operative Entfernung des Kehlkopfes vom Zungengrund bis zur Trachea. Dieser schwerwiegende Eingriff, welcher aufgrund einer bösartigen Tumorerkrankung im Bereich des Larynx oder des Hypopharynx dringend notwendig ist, bringt nicht nur körperliche und funktionelle Veränderungen mit sich, sondern hat zugleich Auswirkungen auf psychosoziale Bereiche. Der Kehlkopfkrebs zählt zu den häufigsten bösartigen Tumoren in der Kopf-Hals-Region. Jährlich erkranken in Deutschland ca. 3000 Männer und 400 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren an Kehlkopfkrebs. Risikofaktoren für die Entstehung von Kehlkopfkarzinomen sind Nikotin, Alkohol, Schadstoffe (z.B. Chrom, Uran, Asbest und Abgase), chronische Infekte der oberen Luftwege und Mangelernährung. Es ist allerdings davon auszugehen, dass ein Zusammenwirken von mehreren Risikofaktoren maßgeblich für die Erkrankung ist. Da eine Kehlkopfentfernung den Verlust der Stimme zur Folge hat, steht während des Rehabilitationsprozesses das Erlernen einer neuen Ersatzstimme im Vordergrund. Darüber hinaus ist der Betroffene der Diagnose ‘Krebs’, der Operation und den daraus resultierenden körperlichen Veränderungen auch psychischen sowie sozialen Belastungen ausgesetzt, die eine ganzheitliche Rehabilitation erforderlich machen (Werner et al. 1989, S. 95). Selbsthilfegruppen leisten dabei eine wichtige Unterstützung, indem sie bestehende Lücken unseres gesundheitlichen Versorgungssystems füllen und notwendige Ergänzungen schaffen. So können sie beispielsweise für eine bessere Bewältigung der Krankheit sorgen oder die Betroffenen bei krankheitsbedingten Problemen unterstützen. Welchen Beitrag Selbsthilfegruppen während der Rehabilitation im Einzelnen für die Betroffenen leisten, wird in der vorliegenden Arbeit untersucht. Zudem soll die Frage geklärt werden, inwieweit sich die Bedeutung der Selbsthilfegruppe im Laufe der Zeit für die Mitglieder verändert hat. Zur Beantwortung dieser Fragestellungen, welche einen persönlichen Bezug der Befragten erfordern, wurde die Form eines qualitativen Interviews gewählt und ein Interview-Leitfaden erstellt. Ziel dieser Arbeit ist es, die rehabilitative Bedeutung der Selbsthilfegruppen von Mitgliedern zu erfragen und aufzuzeigen. Dabei werden Betroffene aus zwei unterschiedlich organisierten Selbsthilfegruppen befragt, d.h. Mitglieder [...]