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Biometrische Studien am Pferdeauge (Band 42)

Ultraschalluntersuchung, Keratometrie und Retinoskopie

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Print-Ausgabe

2018


Jede Trübung der Augenlinse, bezeichnet als Katarakt, führt zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Visusbeeinträchtigung. Meist sind die in ihrem Sehvermögen eingeschränkten Pferde für bestimmte Nutzungsrichtungen nicht mehr geeignet. Aufgrund des Risikos für Selbstverletzungen und der bestehenden Wertminderung werden daher beidseitig erblindete Pferde häufig euthanasiert. Zur Behandlung einer Katarakt ist eine sog. Kataraktoperation erforderlich, bei der die getrübte Linse entfernt wird. Früher wurden die Pferde dabei häufig aphak, d.h. ohne Linse, gelassen, so dass postoperativ eine starke Weitsichtigkeit die Folge war. Um diese Fehlsichtigkeit auszugleichen, sind heutzutage Intraokularlinsen für Pferde verfügbar. Messdaten zur Bestimmung einer optimalen Intraokularlinsenstärke fehlten allerdings bisher für das Pferd. In der vorliegenden Studie wurden diese biometrische Messdaten ermittelt, nämlich an enukleierten Pferdeaugen die Ultraschallgeschwindigkeiten in Kammerwasser, Linse und Glasköper sowie an gesunden Pferden die Brechkraft, Axiallänge, Vorderkammertiefe, Linsendicke, Glaskörperlänge und der Hornhautradius. Mit Hilfe der theoretischen Formeln nach Retzlaff und Binkhorst wurde auf der Grundlage dieser Messdaten eine optimale Intraokluarlinsenstärke für eine Einheitslinse für Pferde berechnet. So ergab sich, dass eine Emmetropie beim Pferd nach einer Linsenextraktion vorzugsweise mit der kommerziell erhältlichen Intraokularlinse der Stärke 18D erzielt werden kann
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