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Vielkrankheiten-Patienten und Magnesiummangel

Antworten auf Fragen zu einem weitverbreiteten Volksleiden

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Print-Ausgabe

2018


Die Vielkrankheiten-Patienten (in der Fachsprache ais Multimorbiditätskranke bezeichnet) werden
weltweit immer mehr ein Problem der Ärzte und Krankenkassen.
Von 2006 bis 2015 ist in Deutschland die Zahl der über 70-jährigen Patienten mit mehreren
Krankheiten von 1,1 auf 2,0 Millionen angestiegen. Tendenz weiter steigend. Bisher wurde
verkannt, dass der Mangel an Magnesium eine bedeutende Rolle bei der Entstehung der Multimorbidität
spielen kann.
Magnesium ist im menschlichen Körper in über 37.000 Eiweißbildungsfunktionen eingebunden
und Aktivator von über 300 Enzymen. Fehlt das Magnesium, dann entstehen nicht nur Krämpfe,
sondern Störungen der gesamten Stoffwechselregulation, die sich in vielen Symptomen äußern,
wie sie bei der Multimorbidität, der Vielkrankheiten-Patienten festgestellt wurden.
Eine große Zahl von Studien zeigt, dass die Applikation von Magnesiumsalzen Symptome der
Multimorbidität beseitigen kann. Gleichzeitig geht aus nicht wenigen hervor, dass weltweit große
Teile der Bevölkerung einen Magnesiummangel ausweisen.
In den USA sollen mindestens 75 % der Bevölkerung an Magnesiummangel leiden (Untersuchungen
des US-Landwirtschaftsministeriums an 37.699 Personen). Die Nationale Verzehrstudie Il hat
für die deutsche Bevölkerung festgestellt, dass 26,1 % der Männer und 28,6 % der Frauen die
DACH-Referenzwerte für Magnesium unterschritten. Besonders auffallend sind dabei die 14 bis
18-jährigen Frauen, die die Empfehlungen zu 56,4 % nicht erreichten. Aber auch Männer in den
Altersgruppen 14 bis 18 (45 %) und 19 bis 24 (40,9 %) und Frauen in der Altersgruppe 19 bis
24 (38,3 %) waren davon betroffen. Über 50 % der Senioren haben zu wenig Magnesium.
In Frankreich sind geschätzte 72 % der männlichen Bevölkerung zwischen 15 und 92 Jahren nicht
ausreichend mit Magnesium versorgt. Bei der weiblichen Bevölkerung zwischen 10 und 90 Jahren
geht man von 83 % aus. In Kanada sind 75 % der Jugendlichen mit Magnesium unterversorgt.
Eine mögliche Wende der Therapie mit Magnesiumverbindungen für die Patienten mit Multimorbidität
sowie weitere positive Aspekte werden aufgezeigt.

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