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Analyse und Kritik der medizin-ethischen Diskussion zur Präimplantationsdiagnostik

Eine Übersichtsarbeit zum Diskussionsstand bis 2003

Beschreibung

Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Medizin - Gesamtmedizin, allgemeine Grundlagen, Note: summa cum laude, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Sprache: Deutsch, Abstract: Die medizinethische Diskussion zur Präimplantationsdiagnostik ist maßgeblich bestimmt durch zwei sich gegenüberstehende Argumentationstypen. Die Befürworter bedienen sich vornehmlich eines pragmatisch-nutzenorientierten Argumentationstyps. Hierbei werden die Interessen und Bedenken möglicher Patienten aus einer subjektiven und situativen Perspektive heraus nach Pro- und Kontraargumenten gegeneinander abgewogen. Auf der anderen Seite folgen die Kritiker der Präimplantationsdiagnostik einem gesellschaftspolitisch-folgenorientierten Argumentationstyp. Sie weisen neben dem möglichen Schaden für die Patienten auf das Negativpotential dieser Technik hin. Dabei werden in den abwägenden Bewertungsprozess neben den technikspezifischen Aspekten weitere heterogene Diskussionsfelder integriert. Die vorliegende Arbeit gibt zunächst einen Überblick über die naturwissenschaftlichen, klinischen und rechtlichen Aspekte zur Präimplantationsdiagnostik. Anschließend wird der beschriebene Diskurs in seinen spezifischen Argumentationssträngen analysiert. Die ebenfalls beteiligten Diskussionsfelder zum humangenetischen Krankheitsbegriff, zur Patientenautonomie, zum Embryonenstatus und zur Eugenik-Debatte werden in Beziehung gesetzt zur Thematik der Präimplantationsdiagnostik. Ich stelle fest, dass die unterschiedlichen Ansätze der beiden wichtigsten Argumentationstypen eine grundlegende Asymmetrie bedingen. Aufgrund der hochgradigen Komplexität des Bewertungsprozesses ist der gesellschaftspolitische Argumentationstyp anders als der pragmatische mit einem latenten Vermittlungsproblem belastet. Trotz inhaltlicher Relevanz der gesellschaftspolitischen Argumente könnte sich dieses strukturelle Ungleichgewicht zugunsten der pragmatischen Argumente in der politischen Entscheidungsfindung niederschlagen.