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Ätiopathogenese der Parodontitis und deren Einwirkung auf das Timing in der systematischen Parodontitistherapie

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Medizin - Zahnmedizin, Note: 1,3, praxisHochschule, Sprache: Deutsch, Abstract: Parodontalerkrankungen werden schon seit über 5.000 Jahren erkannt und behandelt. Daher weiß man, dass die Grundvoraussetzung für den langfristigen Erhalt der Mundgesundheit, neben einer sorgfältigen Mundhygiene, auch regelmäßige Zahnarztbesuche beinhaltet. Schon 1964 konnte Harald Löe experimentell beweisen, dass eine Ansammlung von bakterieller Plaque den Auslöser einer Gingivitis darstellt. Seitdem ist bekannt, dass Zahnbelag einen Entzündungsprozess im gingivalen Gewebe in Gang setzt, der jedoch durch die Beseitigung der Plaque wieder gestoppt werden kann. Man ging zunächst im Rahmen der 'Unspezifischen Plaquehypothese' davon aus, dass die gesamte Plaquemenge für die Entstehung einer Parodontitis verantwortlich sei und ihre qualitative Zusammensetzung eher eine untergeordnete Rolle spiele. Das trifft allerdings im Falle einer aggressiven Parodontitis nicht zu. Heute verfolgt man den Ansatz der 'Opportunistischen Plaquehypothese' und weiß, dass nicht nur ganz bestimmte Mikroorganismen einen großen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf der Erkrankung haben, sondern auch viele weitere Faktoren, die das Milieu der Zahnfleischtasche mitbestimmten. Doch obwohl die Ursachen und die Präventionsmöglichkeiten der Krankheit größtenteils bekannt sind und es mittlerweile viele erfolgreiche Therapiekonzepte gibt, sind immer noch über 50 % der 35 bis 44-jährigen Erwachsenen von einer behandlungsbedürftigen Parodontitis betroffen. Derzeit ist davon auszugehen, dass der Behandlungsbedarf durch den demografischen Wandel noch weiter ansteigen wird. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass vor allem generalisierte Formen einer Parodontitis durch funktionelle Einschränkungen eine hohe psychische und physische Belastung für die Betroffenen darstellen. Daher ist die rechtzeitige Erkennung oraler pathologischer Veränderungen nicht nur im Hinblick auf die Vermeidung parodontaler Destruktion unerlässlich, sondern auch für den Erhalt der Lebensqualität.