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Artikel-Detail

Götze, R.; Zenz, K.

Neuropsychologisches Befundsystem für die Ergotherapie


Springer-Verlag GmbH, 3. Aufl. 2010, 126 S., 6 Abb.

ISBN: 978-3-642-10534-0

Artikelnr.: 167784

34,95 EUR
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Neuropsychologisches Befundsystem für die Ergotherapie
Das Arbeitsbuch zur neuropsychologischen Befunderhebung: Ergotherapeuten, die mit hirngeschädigten Patienten arbeiten, bietet es eine praxisorientierte Anleitung zu einer klar strukturierten Befunderhebung und Dokumentation von Hirnleistungsstörungen. Den Prinzipien der ICF-Klassifikation entsprechend wird dem Alltagsverhalten des Patienten besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nach einführenden Kapiteln über Grundfragen der modernen neuropsychologischen Diagnostik und Therapie wird in 11 Kapiteln die Befundung der verschiedenen kognitiven Bereiche (von Sensorik über Aufmerksamkeit bis Sprache und Kommunikation) überwiegend in Checklistenform abgehandelt und durch Arbeitsblätter, die als Kopiervorlagen aufbereitet sind, ergänzt.

Neu in der 3. Auflage: Genauere Informationen über die Funktionen der einzelnen Hirnareale, aktualisierte und neue Arbeitsblätter, alle Arbeitsmaterialien im Buch auch als praktische Kopiervorlagen im Internet zu finden.

Für Therapeuten und das gesamte Behandlungsteam ein immens zeitsparendes, effektives Instrument zur Erfassung neuropsychologischer Störungen und zur individuellen Behandlungsplanung.


Rezensionen


Klassiker mit Profil

Das Buch von Renate Götze und Kathrin Zenz ist die 3. Auflage des mittlerweile 15 Jahre alten Klassikers von Caroline Michal. Inhaltlich hat sich seit der ersten Auflage von 1995 viel verändert, und auch Caroline Michal ist – im Gegensatz zur zweiten Auflage – nicht mehr im Autoren-Team. Die erste Auflage des Buchs war noch sehr funktionsorientiert ausgerichtet, und das Befundsystem wies zahl reiche Elemente der Screening-Verfahren und Testbatterien der klinischen Neuropsychologie auf. Dadurch kam die betätigungsorientierte Befunderhebung eher zu kurz. Götze und Zenz weisen in ihrem ersten Kapitel auf diesen Umstand hin und geben gleichzeitig einen kleinen Einblick in den Paradigmenwechsel innerhalb der Ergotherapie. Das zweite Kapitel befasst sich mit störungsübergreifenden Aspekten in der Befundaufnahme, beispielsweise mit der Anamnese und Themen wie Awareness und Coping. Auch die Abgrenzung neuropsychologischer Störungsbilder, die Einschätzung von Schweregraden sowie die Zielsetzung und Therapie kommen zur Sprache. Es folgen weitere neuropsychologische Kapitel, die stets Performanzprobleme und differenzialdiagnostische Hinweise beinhalten. Zahlreiche Beispiele helfen dem Nutzer, kognitive Probleme auch anhand des Performanzverhaltens von Klienten zu erkennen. In dieser Auflage sind präzisere Informationen über die Funktionen einzelner Hirnareale sowie aktualisierte und zusätzliche Arbeitsblätter neu hinzugekommen. Diese befinden sich am Ende jedes Kapitels sowie als Download auf den Seiten des Verlags. Neben den verschiedenen positiven Bereicherungen in diesem Buch gibt es zwei zu bemängelnde Aspekte: Der Screening-Test für den Gedächtnisbereich (in der ersten Auflage stammte er aus dem Rivermead Behavioural Memory, RBM) wurde leider auf weniger aussagekräftige Interviewbögen reduziert. Die Autorinnen weisen lediglich auf die entsprechenden Tests hin. Zudem kommt die differenzialdiagnostische Aufarbeitung der Hemianopsie zu kurz. Hier besteht im Hin blick auf einen betätigungsorientierten Befund meiner Meinung nach Verbesserungsbedarf.

Fazit: Dies ist ein praxisnaher Klassiker für Ergotherapeuten, die mit hirngeschädigten Klienten arbeiten. Das Buch bietet eine Anleitung für eine gezielte, teilstandardisierte Befunderhebung kognitiver Funktionen.
Kerstin Radojewski, Ergotherapeutin und Diplom-Berufspädagogin (FH) aus Bochum
(Quelle: ergopraxis 4/11)



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126 Seiten; 3. Auflage

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